Tag 4 – Hoffnung im Sturm
Shownotes
Stürme gehören zum Leben, doch wir sind nicht allein im Boot. Auch wenn es scheint, als würde Jesus schlafen, ist er da und kann den Sturm stillen oder uns sicher hindurchtragen. Diese Folge schenkt Mut, auf Gottes Gegenwart zu vertrauen und Hoffnung festzuhalten, auch wenn der Wind stark bläst.
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00:00:00: Tag vier.
00:00:01: Hoffnung im Sturm.
00:00:09: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
00:00:12: Amen.
00:00:13: Lesungen aus dem Evangelium nach Markus.
00:00:17: Da stand Jesus auf, drohte dem Wind und sprach zu dem See, Schweig sei still.
00:00:24: Da legte sich der Wind und es trat völlige Stille ein und er sagte zu ihm, warum habt ihr solche Angst?
00:00:32: Habt ihr noch keinen Glauben?
00:00:36: Ich mag diese Stelle.
00:00:37: Ich mag diese Stelle über einmal, weil es eine der... Also, man muss es so sehen, ich mag die Stille total.
00:00:44: Und es ist eine, in der alles irgendwie, finde ich, ein bisschen seltsam wirkt.
00:00:49: Die sind auf einem Boot.
00:00:50: Man muss sich das vorstellen so, das wird nicht eine Yacht gewesen sein, achtzehn Meter, das wird eher so Holzboot, bisschen schwankend sein.
00:01:00: Und dieser Sturm ist drum herum und Jesus steift.
00:01:05: Was?
00:01:05: Absurd irgendwie ist, weil da ist Sturm.
00:01:08: Also, so wie das, ich stelle mir das wirklich wie so ein richtig krassen, dunkle Wolke am Himmel hinten von mir oder so noch ein Blitz und Donner und es weht und es regnet und es stirbt.
00:01:18: Und da denke ich mir, ich selbst bin mir unsicher, ob ich nicht auch Angst hätte, dass ich da untergehe.
00:01:25: Stattdessen, als der das ja dann merkt, wird Jesus ja irgendwie wach, steht auf, droht dem Wind und sagt, schweig, sei still und plötzlich trat.
00:01:35: völlige Stille ein.
00:01:39: Was passt das zu dem Thema, was wir haben?
00:01:41: Hoffnung im Sturm, so ist das heute übertittelt.
00:01:44: Ich glaube auch in meinem Leben gibt es ziemlich krasse Stürme.
00:01:50: Und ich merke, dass ich in diesen Stürmen auch manchmal unruhig werde, auch vielleicht Angst habe ich mittlerweile selten.
00:01:57: Also das ist einfach so.
00:01:59: Ich habe einmal den Tod ins Auge geblickt, da fällt es mir schwer vor vielen Dingen Angst zu haben, außer Fliegen.
00:02:07: Und der Hund, der mich gewissen hat, vor dem hab ich auch Angst.
00:02:09: Aber in so extrem sturm Situation bin ich mittlerweile auch, ich bin nicht wie Jesus, aber ich bemühe mich, dann da drin innezuhalten.
00:02:21: Also kurz einmal so was wie Stille zu erzeugen und zu sagen, okay, alles läuft aus dem Ruder, alles wird irgendwie chaotisch, dann ist es jetzt gut, einmal Stopp zu sagen und seid still.
00:02:35: Und dann darauf zu vertrauen, dass das gut ausgeht.
00:02:40: Aber glaubst du, dass für dich der Glaube an Jesus Christus der Angst die Macht nimmt?
00:02:49: Also das trägt natürlich voll dazu bei.
00:02:51: Für mich ist ja der entscheidende Gedanke, dass der Glaube nicht, also anders, dass das Leben nicht mit dem Tod endet.
00:03:07: Ja.
00:03:08: Und ... Wenn man aus dieser Perspektive herauslebt, aus dieser Hoffnung letztlich herauslebt, da kommen wir, glaub ich, noch bei irgendeinem Tag, irgendwann an, dann erinnert das ganz, ganz, ganz viel.
00:03:22: Und woher kommt diese Hoffnung?
00:03:23: Diese Hoffnung kommt daraus, dass ich an Jesus glaube, der für uns starb, damit wir alle das ewige Leben haben.
00:03:30: Was ich beeindruckend finde von dem, was du sagst, ist, dass du sagst, dass du fast gar keine Angst mehr hast.
00:03:38: Das finde ich ziemlich krass.
00:03:40: Weil ich würde sagen, selbst wenn ich mir selber zu schreiben würde, dass ich diesen Glauben an Jesus Christus hab und dass ich auch den Glauben daran hab, dass er jeden Sturm und jede Sache gut machen kann, lässt der Sturm mich das manchmal vergessen.
00:03:57: Jetzt um im Metaphorischen zu bleiben, weißt du?
00:04:00: Manchmal ist wirkt in der Situation so auswegslos, dass man eben ... Diese Erfahrung selbst, wenn die wirklich fest verankert ist in einem selbst, dass man die eben bei den hohen Wellen manchmal aus den Augen verliert.
00:04:17: Und das ist etwas, ich glaube, das ist A, wir haben ja auch schon von Entscheidungen gesprochen in den Tagen vorher, aber ich glaube, das ist A ein Teil, Teil, Teil, Opa, Teil tatsächlich auch Entscheidungen ist und es gibt auch einen Teil, der ist Erfahrung.
00:04:32: Und das ist etwas, also es gab... für die, die es nicht wissen, ich hatte Krebs und es gab einen Abend, an dem ich fast drauf gegangen bin und wo es wirklich, wirklich schlimm aussah.
00:04:45: und es stellte sich dann die Frage für mich, was mache ich jetzt eigentlich?
00:04:50: Weil ich war quasi in einem, würde ich sagen, in einem sehr, sehr krassen Sturm und dann habe ich an irgendeinem Punkt entschieden an dieser Nacht, dass das nicht in meinen Händen liegt und ab dann.
00:05:04: Das kann man jetzt als sagen, dass es verrückt oder nicht.
00:05:06: Aber ich habe dann gebetet, so Gott, wenn es jetzt so ist, also ich habe natürlich, also wer gut, wenn jetzt nicht zu Ende ist, finde ich gut.
00:05:13: Wenn du mich fragst, dann hätte ich eigentlich nur Interesse daran, ein paar Jahre zu leben.
00:05:17: Aber wenn du jetzt sagst, es soll jetzt hier zu Ende sein, dann ist auch okay.
00:05:22: Und ich kann dir sagen und euch, dass das eine große innere Ruhe verschaffen hat.
00:05:32: sozusagen all die Angst, die ich hatte, in dem Moment quasi weg war.
00:05:38: Weil ich darauf vertraut habe, weil ich auch total darauf vertraut habe, dass, also wenn ich jetzt heute Nacht hier sterbe, dann ist das nicht das Ende, sondern das ist mehr als nur ein Versprechen, das ist die absolute Verheißung dessen, dass die Menschen mich und ich die Menschen wiedersehen werde.
00:05:55: Und in diese Ruhe hinein konnte ich dann, oder in diesen Sturm hinein konnte ich dann diese Ruhe gewinnen.
00:06:00: So.
00:06:02: Und ja, und das hat dazu geführt, aus dieser Erfahrung, dass ich deutlich weniger Angst vor Dingen habe.
00:06:07: Es ist natürlich so, ich setze mich jetzt nicht auf die A-Eins und gucke, dass ich nicht überfahren werde.
00:06:13: Also vor sowas habe ich Respekt, habe ich immer noch vor super vielen Dingen, auch vor Bergen und vor Klippen und vor Dingen, wo... Also es ist nicht so, dass ich den Kopf ausgeschaltet habe.
00:06:21: Aber die Angst, so wirklich so, kenne ich jetzt sehr wenig.
00:06:28: Das finde ich richtig schön, muss ich sagen.
00:06:30: Und vor allem auch... auch zu sagen, hey, dieser Jesus ist vielleicht manchmal am Schlafen.
00:06:38: Aber ich habe so einen Vertrauen in dem, das wird schon.
00:06:42: Und auch was du gesagt hast, ich glaube, es ist wirklich richtig, dass die Erfahrung viel ausmacht.
00:06:48: Dass wenn man seinen Weg mit Gott geht, dass Gott auch irgendwann in der eigenen Geschichte so faktisch vorkommt an manchen Stellen.
00:06:57: Das kann ich zumindest bezeugen irgendwie.
00:07:00: Und
00:07:00: vielleicht ist es so ... Ich bin jetzt in meiner Lebenssituation so, dass ich das so denke.
00:07:04: Vielleicht wird das wieder anders sein.
00:07:05: Vielleicht werde ich in zehn Jahren denken, boah, ich habe doch wieder Angst oder irgendwas so.
00:07:09: Aber jetzt gerade kann ich das auch in guter Überzeugung sagen.
00:07:14: Und vielleicht sind das dann auch mit Blick auf die Fragen, Fragen, die ihr vielleicht auch in dieser Weise beantworten könnt für euch oder mit der Gruppe oder wer auch immer da dir gerade zuhört.
00:07:24: Nämlich, welche Stürme kennt ihr in eurem Leben?
00:07:28: Kenne ich in meinem Leben.
00:07:31: Wo fällt es mir schwer, Jesus zu vertrauen?
00:07:36: Und was wäre, wenn Hoffnung stärker ist als der Sturm?
00:07:42: Jesus manchmal turbt der Sturm, dann sehe ich nur Wellen und auch Dunkelheit.
00:07:49: Sei bei mir im Boot, stille meine Angst und gib mir Hoffnung, die trägt.
00:08:09: Amen.
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